Anna McPartlin: Die letzten Tage von Rabbit Hayes

Erst wenn das Schlimmste eintritt, weißt du, wer dich liebt. 
Stell dir vor, du hast nur noch neun Tage. Neun Tage, um über die Flüche deiner Mutter zu lachen. Um die Hand deines Vaters zu halten (wenn er dich lässt). Und deiner Schwester durch ihr Familienchaos zu helfen. Um deinem Bruder den Weg zurück in die Familie zu bahnen. Nur neun Tage, um Abschied zu nehmen von deiner Tochter, die noch nicht weiß, dass du nun gehen wirst …Quelle

Die letzten Tage von Rabbit

Der Roman “Die letzten Tage von Rabbit Hayes” erschien im März 2015 beim Rowohlt Verlag.

“Die letzten Tage von Rabbit Hayes” handelt von der 40-jährigen Mia, genannt Rabbit Hayes, die vor einigen Jahren an Brustkrebs erkrankte. Rabbit hatte den Krebs schon besiegt, doch er kam wieder. Rabbit liegt im Hospiz, um sie ihre große Familie, die mit ihr Höhen und Tiefen erlebt.
Der Klappentext klingt so unglaublich traurig, dass ich den Roman zu Anfang eigentlich gar nicht kaufen wollte. Doch wie sich beim Lesen herausstellte, ist der Roman nicht nur traurig, sondern enthält auch eine große Portion derben Humor, der das Buch so wundervoll macht. Die beste Beschreibung für diesen Roman haben wohl wirklich “Richard & Judy Book Club” geschrieben:

“Ein wunderschönes Buch. Voller Wärme und Humor – es wird Sie zum Lachen bringen, während Sie mit dem Taschentuch die Tränen abtupfen”

Die Geschichte wird von einem allwissenden Erzähler geschildert, der alle paar Seiten aus der Gefühlswelt und dem Leben eines anderen Familienmitglieds erzählt. Dabei erzählt er nicht nur von der Gegenwart, sondern auch häufig von der Vergangenheit. So erfährt der Leser zum Beispiel, dass Rabbit fast ihre ganze Kindheit und Jugend mit der Band ihres großen Bruders verbracht hat und dort auch ihre erste und einzige große Liebe Johnny kennenlernte. Ab und zu gerät man als Lesers ins Stocken, weil einfach unheimlich viele Namen auf einen “einprasseln” und Gegenwart und Vergangenheit an manchen Stellen nahtlos ineinander übergehen. Dies tut dem Buch aber überhaupt keinen Abbruch.

Wenn man sich darauf einlässt, nimmt einen das Buch gefangen, im positiven Sinne

Ganz oft hat man das Gefühl auch bei Rabbit im Hospiz zu sein, an ihrem Bett zu sitzen und den Geschichten zu lauschen, die Rabbits Schwester Grace oder auch ihre Mutter Molly regelmäßig erzählen. Man könnte teilweise fast meinen, dass das Buch eine unglaublich schöne, bunte und chaotische Geschichte über eine wundervolle Familie ist, bis man wieder schmerzhaft daran erinnert wird, dass Rabbit im Sterben liegt. Man wünscht sich, dass das Buch nie enden möge und man als Leser Rabbits Genesung miterlebt.
Einem müsst ihr euch bewusst sein, das Buch in der Bahn, am Flughafen oder im Cafe zu lesen, erfordert definitiv große Selbstbeherrschung. Mir kullerten immer wieder ein paar Tränchen und die letzten paar Seiten konnte ich am Flughafen nicht mehr lesen. Nichts desto trotz gibt es auch immer wieder Passagen, bei denen man lachen muss und das unterscheidet ihn eben von vielen anderen Romanen, die einfach durchweg traurig und melancholisch sind.

Ich kann dieses Buch wirklich jedem empfehlen!

Kennt Ihr schon den Debütroman „Ameisen küssen nicht“ von Kerstin Engel?

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Ein Gedanke zu “Anna McPartlin: Die letzten Tage von Rabbit Hayes

  1. Hallo, hättest du Lust, beim „25 bookish facts about me“-Tag mitzumachen? Ich habe dich auf meinem Blog verlinkt, da findest du auch eine Idee, wie du den Beitrag aufbauen könntest. Kannst ja auch nur 10 oder 15 Fakten schreiben, weil mir ist aufgefallen, dass 25 ziemlich viele sind. LG Florentine

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