Juan Gómez-Jurado: Zerrissen

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Muss ich töten, um zu retten, was ich liebe?
Neurochirurg David Evans steht vor der wichtigsten Operation seiner Karriere, da wird seine kleine Tochter entführt. Der skrupellose Kidnapper fordert jedoch kein Lösegeld. Er will nur eins: „Der Patient darf den Eingriff nicht überleben, sonst wird Julia sterben.“

 

Der Thriller „Zerrissen“ von Juan Gómez-Jurado erschien im Mai 2015 beim dtv.
Aufmerksam wurde ich auf diesen packenden Thriller durch eine Leseprobe, die mich so neugierig machte, dass ich den Thriller einfach kaufen musste. besonders interessant fand, dass die Story mal was ganz anderes ist.

Wie würdest Du handeln?
Als der renommierte Neurochirurg um Mitternacht nach Hause kommt, ist seine Haushälterin tot – und seine Tochter Julia verschwunden, entführt von einem hochintelligenten Psychopathen. Die 7-Jährige kommt nur dann frei, wenn Evans’ nächster Patient die anstehende OP nicht überlebt. Evans bleiben 55 Stunden, um eine Lösung für das fatale Dilemma zu finden. Auf dem Spiel stehen das Leben seiner kleinen Tochter und das seines berühmten Patienten, des mächtigsten Mannes von Amerika. Anstatt den Präsidenten selbst umzubringen oder einen Auftragskiller zu engagieren, erpresst der psychopathische Entführer einen angesehenen Arzt, der den Präsidenten bei einer hochriskanten Operation sterben lassen soll. Quelle

Interessante Story, die die Spannung leider nicht halten kann
Ich habe schon so einige Thriller gelesen, aber diese Story war wirklich interessant und mal was ganz anderes. Zu Beginn der Geschichte hat man eine leise Ahnung, wie das Buch enden könnte, da Dave Evans im Todestrack sitzt und erzählt was passiert ist. Das tut der Geschichte aber keinen Abbruch, eher im Gegenteil.
Erzählt wird  hauptsächlich in der Ich-Perspektive aus Sicht von Dave. Ein Großteil der Kapitel sind Tagebucheinträge von Dave. Zwischendrin sind aber auch immer wieder Kapitel eingeschoben, die mit ‚KATE‘ betitelt sind, sie handeln von der Schwägerin von Dave, die im Verlauf des Thrillers eine große Rolle spielt. Einige Kapitel beschreiben auch die Sicht des Täters. Fachwörter und Ärztejargon wurden in dem Thriller größtenteils vermieden, so dass er leicht und flüssig zu lesen war.
Psychoterror und überraschende Wendungen ziehen den Spannungsbogen hoch, aber langatmige Rückblenden in die einst glückliche Vergangenheit, gehen dagegen zu Lasten der Spannung. Gerade wenn die Spannung auf dem Höhepunkt angekommen ist, endet meist das Kapitel und die Spannung fällt wieder ab. Da die Rückblenden auch nicht essenziell wichtig für die eigentliche Geschichte sind, haben sie mich teilweise gelangweilt und auch gestört. Die regelmäßigen Nullpunkte der Spannung, so empfand ich es jedenfalls, hätten durch Verzicht auf die Rückblenden vermieden werden können.

Alles in allem war es ein guter und abwechslungsreicher Thriller, der meiner Meinung nach, die Spannung nicht halten konnte und mich deshalb enttäuscht hat.

Kennt Ihr schon den Thriller „Träum was böses“ von C.L Taylor?

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