Karen Swan: Ein Weihnachtskuss für Clementine

 

Ein Weihnachtskuss für Clem

Clementine Alderton ist die Sorte Frau, die jeder zur Freundin haben – oder lieber gleich selbst sein möchte: schön, reich und glücklich. Männerherzen fliegen ihr mühelos zu, und sie ist der Mittelpunkt jeder Londoner Party. Doch Clementine hütet ein dunkles Geheimnis. Gerade als ihre sorgsam aufgebaute Fassade zu bröckeln beginnt, erhält sie ein Jobangebot als Inneneinrichterin im verträumten Hafenstädtchen Portofino. Clementine sagt zu – die Reise nach Italien scheint wie die Lösung all ihrer Probleme. Wenn man davon absieht, dass sie in der Vergangenheit schon einmal dort war und sich eigentlich geschworen hatte, nie wieder zurückzukehren …Quelle

Der Roman „Weihnachtskuss für Clementine“ von Karen Swan erschien 2014 beim Goldmann Verlag.

Da mir der Roman von Jenny Hale so gut gefallen hat, habe ich gedacht, dass ich direkt noch einen „Weihnachtsroman“ lese. Dabei fiel die Wahl auf diesen Roman, da mir der Klappentext als auch das Cover sehr gut gefallen hat. Das Cover suggeriert eine traumhafte Winterkulisse in London, in die man am liebsten sofort eintauchen möchte.

Dunkles Geheimnis mit Happy End?
Der Roman beginnt mit einem Prolog, der im April 2003 in Portofino (Italien) spielt. In dem Prolog macht die Protagonistin während eines schlimmen Unwetters eine Entdeckung, die sie für ihr Leben prägt. Der Prolog verrät im ersten Moment ziemlich wenig und ich als Leser hatte überhaupt keine Ahnung, was die Protagonistin, deren Namen nicht genannt wird, gesehen haben könnte.
Nach dem Prolog lernt der Leser Clementine, von ihren Freunden nur Clem genannt, kennen. Clem ist auf den ersten Blick eine faszinierende Frau, sie sieht umwerfend aus, ist auf jeder Party willkommen und die Männer liegen ihr zu Füßen. Aber direkt auf den ersten paar Seiten erfährt der Leser, wie es hinter der Fassade aussieht. Clem ist 29 Jahre alt, lebt zusammen mit ihrem Bruder in einer Wohnung, der gleichzeitig auch ihr Chef ist, und bekommt ihr Leben nicht auf die Reihe. Stets an ihrer Seite und immer mit Rat und Tat bereit ist ihre Freundin Stella, die neben Tom die einzige Konstante in Clems Leben ist. Clem hangelt sich von Bettgeschichte zu Bettgeschichte und macht größtenteils nur Party. Sie kann nicht kochen, nicht Autofahren, hinterlässt überall nur Chaos und verlässt sich darauf, dass andere ihr Chaos beseitigen. Der Gipfel des Eisberges ist, dass Clem ein essenziell wichtiges Ausstellungsstück, das der Firma ihres Bruders Tom enorm viel Ansehen und Geld verschafft hätte, ruiniert. Nun muss Clem den Karren selbst aus dem Dreck ziehen, um die Firma und ihr gutes Verhältnis zu ihrem Bruder zu retten. Doch bevor Clem ihre rettende Idee in die Tat umsetzten kann, erhält Tom ein unschlagbares Angebot – ein äußerst lukrativer Auftrag in Italien. Die einzige Bedingung des Auftraggebers: Clem soll diesen Auftrag in Italien leiten. Doch Clem wehrt sich mit Händen und Füßen dagegen nach Portofino zu reisen und überwirft sich deshalb sogar mit ihrem Bruder. Aber warum? Und was hat es mit diesem Geheimnis auf sich?

Von Weihnachtsfeeling keine Spur
Die Handlung des Romans umfasst knapp die Zeitspanne eines Jahres. Der Roman beginnt an Silvester und endet zu Weihnachten. Allerdings umfasst die Handlung größtenteils den Sommer in Italien und Weihnachten wird lediglich auf den letzten paar Seiten angerissen. Dementsprechend enttäuscht war ich von dem Roman, Weihnachtsstimmung? Fehlanzeige! Das Cover passt überhaupt nicht zu der Geschichte und auch der Titel ist fragwürdig.
Zudem war mir der Schreibstil viel zu detailliert, es wurde alles so ausführlich beschrieben, dass die eigentliche Handlung teilweise in den Hintergrund rutschte. Selbst die regelmäßigen Dauerläufe von Clem wurden bis ins kleinste Detail beschrieben. Die eigentliche Handlung hätte locker auch auf 300 Seiten beschrieben werden können, anstatt sie auf 506 zu strecken. Aufgrund dessen zog sich der Roman, meiner Meinung nach, wie Kaugummi.
Clem kommt zu Beginn der Handlung sehr unsympathisch rüber. Als verwöhntes und unselbstständiges Partygirl, das sich alles erlauben kann und immer von ihrem Bruder in Schutz genommen wird. Ab der Mitte des Romans kommt Clem jedoch etwas besser weg. Sie wird selbstständiger und teilweise auch vernünftiger.

Mir hat der Roman leider nicht gefallen. Die Handlung an sich hat mich nicht mitgerissen, zudem war sie viel zu zäh erzählt. Ich hatte mir eine Geschichte erhofft, die genauso romantisch und winterlich ist, wie das Cover, doch davon fehlte jede Spur.

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