Jojo Moyes: Über uns der Himmel, unter uns das Meer

Über uns der Himmel
Über das Meer zu dir
Australien 1946. Sechshundert Frauen machen sich auf eine Reise ins Ungewisse. Ein Flugzeugträger soll sie nach England bringen, dort erwartet die Frauen ihre Zukunft: ihre Verlobten, ihre Ehemänner – englische Soldaten, mit denen sie oft nur wenige Tage verbracht hatten, bevor der Krieg sie wieder trennte. Unter den Frauen ist auch die Krankenschwester Frances. Während die anderen zu Schicksalsgenossinnen werden, ihre Hoffnungen und Ängste miteinander teilen, bleibt sie verschlossen. Nur in Marinesoldat Henry Nicol, der jede Nacht vor ihrer Kabine Wache steht und wie sie Schreckliches erlebt hat im Krieg, findet sie einen Vertrauten. Eines Tages jedoch holt Frances ausgerechnet der Teil ihrer Vergangenheit ein, vor dem sie ans andere Ende der Welt fliehen wollte …
Ein berührender Roman über Hoffnung, Schicksal und Liebe – inspiriert von Jojo Moyes’ eigener Familiengeschichte….Quelle

Der Roman „Über uns das Himmel, unter uns das Meer“ von Jojo Moyes erschien im März 2016 beim Rowohlt Verlag.

Die Handlung schleppte sich langsam voran

 

Da ich bisher nur gutes über die Bücher von Jojo Moyes gehört habe, war ich sehr gespannt auf den neuen Roman von ihr. Bisher hatte ich nämlich keins ihrer Bücher gelesen und bin sozusagen ein „Moyes-Neuling“.
Das schöne Cover hat mich direkt angesprochen, aber der Klappentext sagte mir erst beim zweiten Mal lesen zu bzw. hab ich beim ersten Mal nur „Australien 1946“ gelesen und es direkt wieder weggelegt. Romane, die auch nur ansatzweise historisch sind, sind normalerweise überhaupt nicht meins. Dennoch gab ich dem Buch eine Chance, weil mich die Geschichte um Frances dann doch interessiert hat. Als ich dann mit dem Lesen begann, war ich ziemlich erstaunt, dass sich die Handlung gar nicht alleine um Frances und ihr Leben auf dem Schiff dreht, sondern vor allem auch um ihre drei Kojengenossinnen. Die Handlung, die auf dem Klappentext und im Einband beschrieben ist, wird erst ungefähr nach der Hälfte des Buches behandelt. Das hat mich schon ziemlich enttäuscht, da ich gerade deswegen das Buch gekauft hatte.
Außerdem fiel es mir ziemlich schwer in das Buch „reinzukommen“. Der Prolog war für mich zäh wie Kaugummi und hat mir überhaupt keinen Appetit auf die eigentliche Handlung gemacht, eher im Gegenteil. Und auch nach dem Prolog ging die Handlung nur mühsam und langsam voran, sodass ich echt ungeduldig wurde und das Buch schon fast weggelegt hätte. Für mich persönlich muss ein Buch immer einen guten und zackigen Einstieg in die Handlung haben und nicht erst groß drum herum erzählen. Das ist bei „Über uns der Himmel, unter uns das Meer“ leider nicht wirklich geglückt, finde ich. Ich würde sogar so weit gehen und sagen, dass mindestens 150 Seiten des Buches hätten weggekürzt werden können.
Immer wenn ich dachte, dass die Handlung Fahrt aufnimmt, gab es wieder einen Sprung zu einem anderen „Ort des Geschehens“ oder auch in Vergangenheit/Zukunft. Auch diese Sprünge, die teilweise fast fließend sind, haben mich gestört.
Ab der Hälfte hat mir das Buch dann ganz gut gefallen und ich hab mich mit einigen Charakteren innerlich angefreundet und auch mitgelitten. Außerdem gefallen hat mir, dass die Handlung einen authentischen Eindruck vermittelt, wie das „Leben“ auf einem Schiff ist. An vielen Stellen konnte ich mir die Handlung vor meinem inneren Auge vorstellen. Dennoch hat mich der Roman leider zu keiner Zeit richtig begeistert, sodass ich das ich ihn nicht mehr hätte aus der Hand legen können.

Alles in allem ist es ein netter Roman, gerade für den Sommerurlaub am Strand ideal. Die Handlung lief mir persönlich zu langsam an und die Sprünge zwischen den Zeiten, Erzählperspektiven und „Orten des Geschehens“ hingegen waren mir zu abrupt. Die Story hat mir gut gefallen, die meisten Charaktere waren sehr sympathisch und die Handlung sowie Leid und Freud‘ der Protagonistinnen waren authentisch.

Kennt Ihr schon den Roman „Für immer Blue“ von Amy Harmon?

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4 Gedanken zu “Jojo Moyes: Über uns der Himmel, unter uns das Meer

  1. Schade, dass das Buch offenbar nicht so gut ist. Aber verliere deshalb auf keinen Fall das Vertrauen in Jojo Moyes!
    Ein ganzes halbes Jahr war SOO GUT! Wirklich. ❤
    Also wenn du dich nochmal rantraust, dann versuch es mal damit 🙂
    lg Theresa

    Gefällt 2 Personen

  2. Ich finde, es kommt recht häufig vor, dass der Klappentext falsche Erwartungen weckt oder sogar fehlerhaft ist – das irritiert dann mitunter ganz schön. „Ein ganzes halbes Jahr“ gefiel mir ebenfalls, obwohl ich „Eine Handvoll Worte“ (ich hoffe, der Titel lautet auch wirklich so 🙂 wegen seiner Storie sogar noch lieber mochte.

    Gefällt 1 Person

  3. Ja, leider musste ich das jetzt auch schon ein paar mal bemerken, dass der Klappentext oft fehlerhaft ist.
    „Ein ganzes halbes Jahr“ steht auch schon auf meiner Lister der Bücher, die noch gelesen werden müssen. 😉

    Gefällt 1 Person

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