Karin Slaughter: Letzte Worte

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Die Wahrheit stirbt zuerst …

Ein totes Mädchen am See. Ein gefälschter Abschiedsbrief. Der vermeintliche Mörder ist schnell gefasst. Er gesteht – und bringt sich dann in seiner Zelle um. Zuvor jedoch schreibt er mit seinem Blut an die Zellenwand: »Ich war‘s nicht.« Als Sara Linton davon erfährt, ist sie außer sich. Die Polizistin Lena Adams muss den geistig zurückgebliebenen Jungen zu dem falschen Geständnis und in den Selbstmord getrieben haben. Sara Linton will Lena ein für alle Mal aus dem Verkehr ziehen und bittet den GBI-Ermittler Will Trent um Hilfe. Quelle

Der Thriller „Letzte Worte“ erschien 2014 beim Blanvalet Verlag.

Im Sommer letzten Jahres fiel mir durch Zufall der Thriller „Entsetzen“ von Karin Slaughter in die Hände und hat mich so gefesselt, dass ich mir nacheinander einige ihrer Thriller der Georgia-Reihe als auch der Will Trent-/Atlanta-Reihe gekauft habe. Die beiden Reihen sind eigentlich unabhängig voneinander, allerdings sind die Ermittler die selben. Der Thriller „Letzte Worte“ ist der 2. Thriller aus der Georgia-Reihe. Ich würde Euch aber auf jeden Fall empfehlen, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen, dann ist es einfach leichter und nicht so verwirrend, da immer wieder auch auf das Privatleben der Ermittler und der Ärztin Sara Linton eingegangen wird. Eine gute Übersicht über die Reihenfolge der Bücher bekommt ihr hier.

Dadurch, dass ich den Ermittler Will Trent, seine Partnerin Faith Mitchell und auch die Ärztin Sara Linton sehr gerne mag, gefiel mir auch dieser Thriller wieder gut. Die Ermittler sind alles andere als 0815 und langweilig. Eins sollte auch noch vorweggesagt werden: Sowohl in der Georgia-Reihe als auch der Will Trent-/Atlanta-Reihe rückt der Mordfall an manchen Stellen in den Hintergrund. Man erfährt viel über das Leben der Ermittler und die Vergangenheit von Sara Linton*.
Auf den ersten 30 Seiten fiel es mir ziemlich schwierig ins Buch reinzukommen und meinen gewohnten zügigen Lesefluss fortzusetzten, da ich immer wieder über Worte stolperte, die unpassend oder mir nicht geläufig waren. Das ist wahrscheinlich der Übersetzung geschuldet, hat mich aber ziemlich gestört und immer wieder aus dem Konzept gebracht. So kam es vor, dass ich manche Sätze 3 Mal lesen musste, um zu verstehen was genau das Wort jetzt zu bedeuten hat. Solch ein Phänomen ist mir bisher noch nicht untergekommen, vor allem nicht in dieser Häufigkeit. Zum Glück legte sich das „Gestolper“ dann im Verlauf des Buches. Der Mordfall und die Ermittlung haben mir in diesem Buch nicht so gut gefallen, wie in den vorherigen Büchern. Bis zum Schluss hatte ich keine Ahnung, wer der Mörder sein könnte und warum er das Mädchen getötet hat. Der Leser erfährt nur schleppend etwas über die Persönlichkeit des Mädchens und ihre näheren Kontakte. Dadurch gibt es für den Leser keinen Verdächtigen, der Allison nach dem Leben getrachtet haben könnte. Dementsprechend war für mich die Spannung auch nicht sonderlich hoch. Ich mag es lieber, wenn ich beim Lesen mitraten und mitfiebern kann. Aber da geht es vielleicht jedem anders. Auch die Lösung des Mordfalls und der Grund, warum Allison sterben musste, war mir zu abstrus und aus den Haaren gezogen.

„Letzte Worte“ ist leider einer der schwächeren Thriller von Karin Slaughter. Die Ermittlungen in dem Mordfall gehen nur schleppend voran und die Probleme zwischen Lena Adams und ihrem Polizei Kollegen Frank Wallace werden ausufernd beschrieben.
Erneut gut gelungen ist der Autorin die Zwischenmenschlichkeit zwischen Sara Linton, Will Trent und seiner Kollegin Faith Mitchell. Auch die „Zeichnung“ des vielschichtigen Charakters von Will Trent hat mir wieder sehr gut gefallen.

Ihr wollt wissen, wie es weiter geht mit Sarah Linton, Will Trent und Faith Mitchell? Dann empfehle ich Euch den Thriller „Harter Schnitt“ von Karin Slaughter.

*Dr. Sarah Linton spielt auch in der Grant-County-Serie von Karin Slaughter eine Hauptrolle, neben ihrem Mann, dem Polizeichef Jeffrey Tolliver.

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