Maeve Haran: Schokoladenküsse

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Ihr Verlobter findet sie süß, aber chaotisch; ihre perfekte Mutter findet sie zu groß, zu laut und zu mollig; ihre Freundinnen halten sie für einen bunten Hund. Kein Wunder, dass sich die junge Londonerin Maddy nur beim Fotografieren wohl fühlt. Zum Glück ergattert sie einen Traumjob in einer Londoner Fotoagentur. Leider ist dort aber auch Patrick Jamieson ihr Klient, ein bekannter Fotograf und der einzige Mensch, der Maddy innerhalb von Sekunden auf die Palme bringt. Richtig turbulent wird es aber, als sie sich von ihm überreden lässt, zusammen mit ein paar Karotten halbnackt als „Venus im Gemüse“ zu posieren. Denn die Fotos ihrer üppigen Kurven machen in ganz London Furore – und offenbaren ihr eine neue, hinreißende Seite an Patrick …Quelle

„Schokoladenküsse“ erschien 2005 bei der Verlagsgruppe Random House.

Mehr als ein reiner Unterhaltungsroman

Wie auch schon der Thriller „Und du bist tot“, habe ich auch dieses Buch bei einem Büchertausch ergattert. Gerade das Cover hat mich auf den ersten Blick nicht wirklich angesprochen, da es meiner Meinung nach, nach einem klassischen „Frauen-Kitschroman“ aussieht. Da aber der Klappentext ganz nett klang und das Buch ja sozusagen für lau war, hab ich es mal mitgenommen.

In dem Roman lernt der Leser die sympathische und durchgeknallte Maddy Adams und ihre Familie kennen – ihre perfektionistische und gelangweilte Mutter Penny, ihre Schwester, die ehrgeizige Ballerina Belinda, die Tag und Nacht trainiert sowie ihren Vater Gavin, der die meiste Zeit mit den von Maddy sogenannten „Steckrüben“ und seinem Schrebergarten verbringt.
Nachdem Maddy, die in wenigen Monaten ihren verlobten Chris heiratet, ein zu enges und sündhaftteures Brautkleid bei der Anprobe kaputtmacht und nur wenige Stunden später ihren Job in einem kleinen Fotoladen verliert, nimmt das Chaos seinen Lauf. Was zu Beginn nach einem 0815 kitschigen Frauenroman klingt, entwickelt sich nach und nach schon fast zu einem Familiendrama. Während Maddy ihr Leben nach einiger Zeit wieder auf die richtige Spur gelenkt hat, überschlagen sich die Ereignisse in ihrer Familie. Ab der Hälfte des Buches wird der Roman dann aber richtig interessant und befasst sich mit einem ernsten Thema.
Sehr gut gefallen hat mir auch der Tenor dieses Romans: Es ist doch völlig egal, ob Frau Größe 44 trägt oder Größe 36. Die Gesellschaft macht viel zu viel Wirbel um Äußerlichkeiten.

„Schokoladenküsse“ ließ sich flüssig und gut weglesen, das Einzige was mich gestört hat waren die ständigen Wechsel zwischen „Sie“ und „Du“. Auf der einen Seite Duzen sich die Gesprächspartner noch und auf der anderen wechseln sie dann nahtlos in das förmliche „Sie“. Auch die Zeitangaben sind durcheinander gerutscht. Die Handlung zieht sich über mehrere Monate hinweg, allerdings heißt es die ganz Zeit „In vier Monaten ist die Hochzeit von Maddy und Chris“. Die Hochzeit wird also vor der Handlung hergeschoben, sowohl im August als auch im November sind es noch vier Monate bis zur Hochzeit. Wahrscheinlich sind diese beiden Auffälligkeiten der Übersetzung geschuldet.

Absolut lesenswert ist auch der Roman „Für immer Blue“ von Amy Harmon.

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