Andreas Franz: Jung, blond, tot

Andreas Franz-Jung,blond,tot

Eine Serie mysteriöser Mädchenmorde beunruhigt die Bevölkerung von Frankfurt am Main. Alle Opfer sind blond. Der Mörder vergewaltigt seine Opfer, tötet sie und vollzieht sodann ein Ritual, bei dem er die Haare der Mädchen zu zwei Zöpfen mit roten Schleifchen bindet. Die Polizei steht vor einem Rätsel. Kommissarin Durant leitet die Ermittlungen, die sie in die „feinere“ Gesellschaft Frankfurts führen. Hier stößt sie vorwiegend auf Ablehnung, obwohl fast alle Mädchen aus diesen Kreisen stammen und eine schnelle Aufklärung der Verbrechen erwünscht sein müßte. Fast hilflos jagen Kommissarin Durant und ihre Kollegen scheinbar hinter einem Phantom her – bis ein nahezu unglaublicher Zufall den Täter enttarnt. Quelle

Der Krimi erschien im April 2000 bei der Verlagsgruppe Droemer Knaur.

„Jung, blond, tot“ ist der erste Krimi von Andreas Franz und somit ein perfekter Einstieg für jeden Leser. Der Leser erhält einen guten Überblick über die einzelnen Ermittler, die detailliert und ausführlich vorgestellt werden. „Altlasten“ und Schicksalsschläge mancher Ermittler werden dem Leser erklärt. Da ich alle Krimis von Andreas Franz gelesen habe, würde ich definitiv dazu raten mit diesem ersten Band einzusteigen, da eben gewisse Zusammenhänge, das Miteinander der Kollegen und entstehende Freundschaften darauf basieren.
Der Krimi lässt sich leicht und flüssig weglesen, die Wortwahl ist allerdings teilweise etwas derb und „umgangssprachlich“. Mich hat das jetzt nicht gestört, da es zu dem Inhalt und den Milieu passt. Auch die Morde an sich sind ziemlich heftig und werden an manchen Stellen ausführlich beschrieben. Da ich immer häufiger hören, dass Leser keine brutalen und bluttriefenden Thriller/Krimis mehr mögen, weise ich da besser mal drauf hin. 😉
Zu Beginn des Buches wird der Inhalt zweier Schauplätze wiedergegeben, zum einen die Ermittlungen rund um Julia Durant und zum anderen die Therapiesitzungen des Psychotherapeuten Dr. Patanec. Ab der Hälfte des Buches kommt dann noch das Treiben des Mörders hinzu. Der Krimi nimmt im Verlauf unheimlich an Fahrt auf und lässt einen in die tiefsten Abgründe blicken, die sich in den Vier Wänden der Reichen und Schönen, der angesehensten Persönlichkeiten Frankfurts abspielen. Mich ließ „Jung, blond, tot“ immer wieder erschaudern.
Gut gefallen hat mir auch, dass man im Epilog erfährt, wie es mit dem Mörder weiter geht. Landet er im Gefängnis oder doch in der Psychiatrie?
Auch in diesem Krimi wird immer wieder „ein Blick hinter die Kulissen geworfen“ und man erfährt einiges aus dem Privatleben der Ermittler.

„Jung, blond, tot“ von Andreas Franz hat mir wirklich gut gefallen, allerdings ist der Krimi nicht für zartbesaitete geeignet. Der Mörder geht brutal und skrupellos vor und auch die Wortwahl wurde den Geschehnissen angepasst, da wird kein Blatt vor den Mund genommen.

Kennt Ihr schon den Psychothriller „Hotline“ von Jutta Maria Herrmann?

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2 Antworten auf “Andreas Franz: Jung, blond, tot”

  1. Inzwischen lese ich die Bücher von Andreas Franz immer mal gerne zwischendurch. Zu viele auf einmal kann ich davon allerdings nicht lesen, dafür ähneln sich die Strukturen der Bücher zu sehr. Trotzdem gefallen mir die Fälle immer recht gut und dass das Privatleben der Ermittler auch immer mal wieder im Vordergrund steht.

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  2. Mir haben die Fälle auch immer sehr gut gefallen. Zumal ich irgendwo mal gelesen habe, dass die Fälle auch nicht komplett aus der Luft gegriffen sind, da Franz wohl gute Kontakte zur Polizei hatte und also immer ein Fünkchen Wahrheit dran ist. Das machte es dann noch erschreckender.

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