Arno Strobel: Der Sarg

Arno Strobel-Der Sarg

»Sie konnte nicht einordnen, was diese Schwärze zu bedeuten hatte. Aber sie war überall. Und es gab keinen Ausweg.«

Köln wird durch eine Reihe fürchterlicher Verbrechen erschüttert. Jemand entführt mehrere Frauen und begräbt sie bei lebendigem Leib. Der Täter spielt der Polizei Hinweise zu, doch wenn ein Grab gefunden wird, ist die Frau darin bereits tot. Erstickt.
Zur gleichen Zeit hat Eva, eine erfolgreiche Geschäftsfrau Mitte 30, einen immer wiederkehrenden Traum. Sie wacht in einem Sarg auf. Gefangen, hilflos, panisch. Sie weiß nicht, wie sie in den Sarg hineingekommen ist, und später nicht mehr, wie sie ihn wieder verlassen hat. Doch irgendwann ist es vorbei, sie ist frei, liegt in ihrem Bett. Und bemerkt die Blutergüsse und Kratzspuren an Händen, Armen und Beinen … Quelle

Der Psychothriller „Der Sarg“ erschien im Januar 2013 beim FISCHER Taschenbuch Verlag.

„Der Sarg“ hat mich zu Anfang irgendwie überhaupt nicht gereizt. In der Buchhandlung habe ich immer einen großen Bogen um den Psychothriller gemacht. Ich hab ihn letztendlich nur gekauft, weil er als preisreduziertes Mängelexemplar auf dem Wühltisch lag. Als der Psychothriller dann bei mir einzog, wurde er für mich aber auch nicht interessanter und gammelte erst mal auf dem Stapel ungelesener Bücher rum. Schlussendlich habe ich mich dann vor dem langen Wochenende dazu durchgerungen dem Buch einfach eine Chance zu geben, zumal meine Voruteile komplett unbegründet, und wie ich jetzt sagen kann, auch völlig haltlos waren.

Der Inhalt des Psychothrillers verbindet 4 verschiedene Handlungsstränge. Es werden sowohl Opfer & Täter als auch das Ermittlerteam und die „ominöse“ Britta beleuchtet. Mit Britta wurde ich irgendwie nicht warm beziehungsweise konnte ihre Verbindung mit Täter und Opfer nicht so ganz erahnen. Erst als am Ende alles aufgeklärt wurde, wurde auch mir dann alles klar.
Rätselraten – Wer ist der Mörder?
Gut gefallen hat mir, dass der Leser zum Rätseln „eingeladen“ wird. Von Beginn an habe ich versucht zu erraten, wer der Mörder sein könnte. Immer wieder rückten verschiedene Protagonisten ins Visier und wurden dann doch wieder für „Nicht schuldig“ befunden. Irgendwann dachte ich dann ‚Ah, jetzt bist Du auf der richtigen Spur‘, aber am Ende kam alles ganz anders. Das Ende hat mich dann wirklich total überrascht, da wäre ich nie drauf gekommen. Im ersten Moment war ich über das Ende etwas enttäuscht, aber dann wurde alles gut aufgeklärt und es wurde plausible.
Unter dem Klappentext steht ein Zitat von Nele Neuhaus, das wie folgt lautet „Meisterhaft spielt Arno Strobel mit den Nerven seiner Leser. Hochspannung pur.“ Das kann ich jetzt nicht unterschreiben. Es gab zwar Spannungsmomente, aber von Hochspannung würde ich da nicht reden. Für mich war die Spannungskurve recht flach.

Mein Fazit: Der Psychothriller war wi­der Er­war­ten gut. Die Ermittler waren mir sympathisch, die Ermittlungen waren gut nachvollziehbar und ließen mich mitraten. Der Psychothriller war weder sonderlich brutal noch blutig, allerdings blieb die Spannung für mich aus. Das ist bestimmt nicht das letzte Buch gewesen, das ich von Arno Strobel gelesen habe.
Vom Aufbau her (Handlungsstränge, Ermittlerteam, Serientäter usw.) hat mich das Buch an den Krimi Jung, blond, tot“ von Andreas Franz erinnert.

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2 Gedanken zu “Arno Strobel: Der Sarg

  1. Die Frage die ich mir jetzt stelle: Sollte dies nun mein zweites Buch von Arno Strobel werden..oder lieber etwas anderes? Denn es hört sich sehr gut an und erinnert mich von der Tätersuche her an „Das Wesen“ von ihm 🙂
    LG Neyla

    Gefällt 1 Person

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