Clélie Avit: Ich kenne dich aus meinen Träumen

Ich kenne dich aus meinen Träumen

Elsa verspürt keine Kälte mehr, keinen Hunger, keine Angst. Sie liegt im Koma. Doch sie hört alles um sich herum. Hört, dass die Ärzte die Hoffnung aufgegeben haben und die Maschinen, die sie am Leben erhalten, abstellen wollen. Hört, dass sie auch für ihre Freunde und Familie eigentlich schon verschwunden ist. Bis eines Tages Thibault aus Versehen in ihr Zimmer platzt. Er beginnt mit ihr zu sprechen, ohne Antworten zu erwarten. Erzählt ihr von sich und dem Leben. Und er kommt wieder. Jeden Tag, da er sie in ihrem Zimmer besucht, wächst das Gefühl der Verbundenheit zwischen dem fremden Mann und dem schlafenden Mädchen. Denn Thibault sieht etwas, das alle anderen nicht mehr erkennen: Elsa ist noch da. Quelle

Der Roman erschien im Mai 2016 beim Goldmann Verlag. Vielen Dank an Frau Henning und das Bloggerportal, die mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

Der Klappentext und einige Rezensionen von „Ich kenne dich aus meinen Träumen“ haben mich so neugierig gemacht, das ich den Roman unbedingt lesen musste. Die Thematik des Buches interessiert mich unheimlich – Einblick zu bekommen in die „Welt“ eines Komapatienten. Dementsprechend hat mir auch das Buch sehr gut gefallen und ich habe es „weggeatmet“.
Der Roman hat zwei Handlungsstränge, die zwei Schicksale wiederspiegeln. Der erste Handlungsstrang erzählt von der Hauptprotagonistin Elsa, einer jungen Frau, die durch einen schweren Unfall ins Koma gefallen ist. In dem zweiten Handlungsstrang lernt der Leser Thibault kennen, dessen Bruder einen grausamen Autounfall verursacht hat und nun auch im Krankenhaus liegt. Mich hat der erste Handlungsstrang wesentlich mehr mitgerissen hat, da mir teilweise der „Alltag“ von Thibault zu detailiert geschildert wurde. Insgesamt war das Buch sehr bewegend und ich habe mich häufiger dabei erwischt, mich in die Situation der beiden Charaktere zu versetzen und „mitzufiebern“. Es ist einfach schön zu lesen, wie Elsa um ihr Leben kämpft und tatsächlich Fortschritte macht.
Für mich klang der Roman wirklich real und ich könnte mir tatsächlich vorstellen, das es Menschen gibt, die solche Erfahrungen im komatösen Zustand machen. Dementsprechend hätte ich mich über ein Nachwort der Autor gefreut, in dem sie erklärt, ob die Geschichte eine Basis hat oder völlig ihrer Fantasie entsprungen ist. Zudem hätte ich mich über einen Epilog oder ähnliches gefreut, das Ende kommt doch sehr abrupt.

Ein sehr schönes und bewegendes Buch, das einem zeigt, dass es sich immer lohnt zu kämpfen. Never give up!

Kennst Du schon den Roman „Sieben Jahre später“ von Guillaume Musso?

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