Shari Shattuck: Tage wie Salz und Zucker

Shari Shattuck-Tage wie Salz und Zucker

Zwei ungleiche Frauen, eine einzigartige Geschichte.

Ellen Homes liebt es, ihre Mitmenschen zu beobachten – sie selbst aber möchte nicht gesehen werden. Sie versteckt sich hinter zu vielen Kilos und ihr Gesicht hinter langen Haaren. Nachts putzt sie in einem Riesensupermarkt. Eines Tages trifft Ellen im Bus eine junge Frau: Temerity ist blind, sprüht vor Lebensfreude, hat keinerlei Berührungsängste. Sie ist der erste Mensch seit langem, der Ellen «sieht». Die folgt ihr fasziniert und rettet sie prompt vor zwei Handtaschendieben. Fortan ist nichts mehr, wie es war. Temerity lockt Ellen gnadenlos aus der Reserve. Zusammen fangen die beiden ungleichen Freundinnen an, sich einzumischen – immer da, wo jemand sich nicht wehren kann oder wo Unrecht geschieht. Sehr schnell wirbeln sie jede Menge Staub auf … Quelle

„Tage wie Salz und Zucker“ wurde 2014 im Rowohlt Verlag veröffentlicht.

Zu Beginn fand ich es etwas schwierig in die Geschichte reinzukommen, da der Schreibstil der Autorin sehr „beschreibend“ ist und den Leser mit langen, verschachtelten Sätzen durch die Handlung leitet. Es folgt ein verschachtelter Satz auf den nächsten, aber das legt sich zum Glück nach einigen Seiten und das Buch lädt dann zum Genießen ein.
Der Leser wird zu erst mit der menschenscheuen Ellen bekannt gemacht, die wie ein Geist durchs Leben schleicht. Sie beobachtet lieber andere Menschen aus der Ferne, als selber das Leben zu genießen. Zwischenmenschliche Interaktionen jeglicher Art meidet sie, so gut es nur geht, weil sie zu oft gehänselt oder auch ignoriert wurde. Kurz gesagt: Ellen ist der einsamste Mensch, den es gibt – bis sie zufällig die mutige, lustige und das Leben nicht zu ernst nehmende Temerity kennenlernt. Die Kombination der beiden Frauen ist wirklich wie Zucker und Salz, aber auch irre komisch und „zum liebhaben“. Ganz oft bekam ich Gänsehaut oder mir stiegen die Tränen in die Augen, weil mich diese besondere Freundschaft so berührt hat. Der Roman gibt einem wirklich viel, öffnet die Augen und macht deutlich, was im Leben wirklich zählt. Wie wichtig gute Freunde sind und das es sich immer lohnt zu kämpfen, sind nur zwei der vielen Botschaften.
Alles in allem ein wirklich lesenswerter Roman, der auf den ersten Blick gut unterhält und dabei doch viel tiefgründiger ist. Absolute Leseempfehlung, und zwar nicht nur für Frauen!

Kennt Ihr schon den Roman Clélie Avit: Ich kenne dich aus meinen Träumen ?

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