Tess Gerritsen: Der Schneeleopard

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Die Polizei von Boston ermittelt in einem bizarren Mordfall. Die Leiche eines Jägers und Tierpräparators wurde gefunden – ausgeweidet und aufgehängt wie eines seiner Beutetiere. In den Wäldern werden Knochenreste eines weiteren Opfers entdeckt. Doch Boston ist nicht das einzige Jagdrevier des Killers. Es scheint eine Verbindung zu einem fünf Jahre zurückliegenden Vorfall in Botswana zu geben, wo die Teilnehmer einer Safari förmlich abgeschlachtet wurden. Nur eine Frau entkam dem Massaker und könnte Jane Rizzoli helfen, den Mörder zu identifizieren … Quelle

Der Thriller „Der Schneeleopard“ erschien im April 2015 beim blanvalet Verlag.

Seit einigen Jahren verschlinge ich regelrecht die Rizzoli-&-Isles-Thriller von Tess Gerritsen, deswegen konnte ich es auch dieses Mal kaum erwarten, endlich die Taschenbuchausgabe von dem neuen Fall für das Ermittlerduo zu lesen.
Wenn Ihr an den persönlichen Geschichten von Jane Rizzoli und Dr. Maura Isles interessiert seid, würde ich Euch empfehlen die Bücher der Reihenfolge nach zu lesen, da immer einige private Details mit in die Handlung einfließen. Die Reihenfolge der Thriller findet Ihr hier.

Obwohl ich eigentlich hart im Nehmen bin, muss ich zugeben, dass der Einstieg der Handlung schon ziemlich blutig ist. Die Leiche des ausgeweideten Tierpräparators wird recht detailliert beschrieben. Zudem finden die Ermittler des Boston PD noch einen mit Innereien gefüllten Eimer, der von Maura gründlich untersucht wird – da kam mir das Frühstück fast wieder hoch. Also ich würde sagen, zarte Gemüter sollten einige Seiten/Passagen überspringen. Im Verlauf der Handlung fließt dann nicht mehr so viel Blut. Ich verrate wahrscheinlich nicht zu viel, wenn ich sage, dass es in diesem Buch u.a. um die Jagd geht. Jäger und Jagdgegner werden gegenübergestellt.

„Vielleicht essen Sie Hähnchen oder lassen sich ab und zu mal ein Steak schmecken. Sie kaufen es im Supermarkt, schön in Plastikfolie verpackt. Was bringt Sie auf die Idee, dass Sie ein besserer Mensch sind als der Jäger, der sich um vier Uhr morgens aus dem Bett quält, der Kälte und Erschöpfung trotzt […]“ (S.109) 

„[…] Sie drohen, mich aufzuhängen und auszuweiden wie einen Hirsch. Sie drohen, mich zu verbrennen, zu verstümmeln, zu erdrosseln, zu zerquetschen. Könnt ihr euch vorstellen, dass solche Drohungen aus den Mündern von Vegetariern kommen? Freunde, hütet euch vor den Salatfressern. […]“ (S.111)

Der Thriller von Tess Gerritsen regt also an manchen Stellen zum Nachdenken an und ist tiefsinniger als viele andere.
„Der Schneeleopard“ ist in zwei Handlungsstränge eingeteilt, die einen gemeinsamen Nenner haben. Oft geht es mir so, dass ich einen der beiden Handlungsstränge nicht mag oder zumindest einen favorisiere. Das war bei diesem Thriller überhaupt nicht so. Beide Handlungsstränge waren interessant und spannend geschrieben, sodass ich von Beginn an mitgerätselt habe, wie die beiden Handlungsstränge miteinander verwoben sind.
Wie es der Titel schon verrät, handelt dieser Thriller auch in weiten Teilen von der Gattung der Großkatze. Die Passagen über diese faszinierenden Tiere sind wirklich gut recherchiert und beweisen einmal mehr, dass Tess Gerritsen keine „0815-Thriller“ schreibt.

Alles in allem ist „Der Schneeleopard“, genau wie auch die anderen 10 Bände der Rizzoli-&-Isles-Reihe, sehr lesenswert und hat mir wiedermal super gefallen. Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Thriller dieser Reihe.

Kennt Ihr schon den Thriller Andreas Gruber: Todesmärchen ?

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