Simon Beckett: Schneefall & Ein ganz normaler Tag

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Ein ganz normaler Tag
Detective Chief Superintendent Nichols ist sich ganz sicher: Der Obdachlose war schuld! Er hatte die alte Frau um Geld angebettelt und dann erschlagen. Und das am Heiligabend. Auf Anraten der Pathologin zieht er David Hunter zu Rate. Widerwillig. Als ob er geahnt hätte, dass der ihm das Weihnachtsfest verderben würde …
Schneefall
In den Schottischen Highlands wird ein Serienmörder gejagt. Dann findet man zwei Leichen im Schnee. Und niemand hört gerne, was der forensische Anthropologe dazu sagt … Quelle

Das Buch erschien im Oktober 2016 beim Rowohlt Verlag.

Nur durch Zufall wurde ich vor einigen Wochen darauf aufmerksam, dass zusätzlich zu dem neusten Fall für David Hunter – Totenfang – noch ein Buch erscheint, welches sogar zwei Fälle mit David Hunter beinhaltet. Ohne groß zu überlegen: Gesehen und direkt bestellt.
Das es sich bei „Schneefall“ und „Ein ganz normaler Tag“ um Kurzgeschichten handelt hatte ich irgendwie im Hinterkopf, als ich das Buch bzw. Büchlein dann allerdings in der Filiale abholte, war ich schon etwas baff. Das Büchlein hat lediglich 64 Seiten und die beiden Geschichten zusammen umfassen nur 48 Seiten. Das Lesevergnügen war also sehr kurz und dient wohl eher als Appetizer. Ich würde also wirklich empfehlen, das Buch als „Vorspeise“ zu Totenfang zu lesen.

Das Büchlein startet mit der Geschichte „Ein ganz normaler Tag“, die mir auch besser gefallen hat als „Schneefall“. Die Geschichte wird aus zwei Zeiten erzählt, Vergangenheit und Gegenwart. Wobei die Vergangenheit gerade mal einige Stunden zurückliegt. David Hunter tritt in dieser Geschichte nicht als Anthropologe auf, sondern als „pathologischer Berater“, der von einer Pathologin zu Rate gezogen wird.
Sowohl der Schreibstil als auch der Charakter „David Hunter“ haben mir erneut sehr gut gefallen. David kam in dieser Geschichte richtig sympathisch und natürlich rüber. Ich konnte mir die Handlung vor meinem inneren Auge sehr gut vorstellen und fand es wirklich schade, dass sie so schnell vorüber war. Allerdings war das Ende sehr gelungen, da fiel der „Abschiedsschmerz“ nicht so schwer. 😉 Zum Inhalt möchte ich Euch nichts verraten, da die Geschichte schon kurz genug ist und ich auf gar keinen Fall spoilern möchte.
Die Geschichte „Schneefall“ war, nach der schönen und auch weihnachtlichen Geschichte zuvor, lediglich winterlich als weihnachtlich und viel zu kurz. Mir kam es vor, als wäre die Einleitung länger gewesen als die ganze Geschichte, es gab kaum einen Hauptteil und es ist so gut wie nichts passiert. das hat mir leider nicht so gut gefallen. „Schneefall“ ist meiner Meinung nach lediglich eine „Minigeschichte“. Die anthropologischen Schlüsse, die David Hunter innerhalb kürzester Zeit zieht, haben mir gut gefallen und auch die Lösung des Falles fand ich interessant, aber die Handlung ist insgesamt doch ziemlich kurz ausgefallen.

Ein wirklich schönes Büchlein mit zwei guten Geschichten, die für meinen Geschmack aber gerne 100 Seiten mehr haben könnten. Nichts destotrotz kann ich „Schneefall & Ein ganz normaler Tag“ jedem empfehlen, vor allem David Hunter-Fans.

Kennt Ihr schon den Thriller Mark Sennen: Der Frauensammler ?
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