Anne Blum: Hasen feiern kein Weihnachten

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Weihnachtsfans und Weihnachtshasser passen einfach nicht zusammen: Dieser Erkenntnis muss sich Tessa kurz vor dem Fest der Liebe stellen. Seit Jahren verbringt sie Weihnachten ihrem Freund Ole zuliebe an den Stränden Thailands, doch diesmal kommt alles anders: Kurz vor Heiligabend und dem Abflug nach Bangkok zerbricht ihre Beziehung mit einem Paukenschlag. Notgedrungen und um den Herzschmerz zu vergessen, verbringt Tessa die Feiertage bei ihrer liebevoll-verrückten Familie auf dem platten norddeutschen Land. Hier in Kappeln warten Weihnachtslieder singende Gartenzwerge, Lametta, Bratäpfel am Kachelofen sowie eine Riesenportion Trost und Liebe, aber auch der übliche Stress mit den beiden Schwestern. Dann steht auch noch Ole reumütig vor der Tür und will Tessa zurück. Doch ein sehr viel größeres Problem in ihrer Familie öffnet Tessa bald die Augen dafür, was wirklich zählt im Leben. Quelle

Der Roman „Hasen feiern kein Weihnachten“ erschien im Oktober 2016 beim Piper Verlag.

Ich Wünsche Euch frohe Weihnachten und eine besinnliche Zeit im Kreis Eurer Lieben!

<<  Tessa ging zum Küchenschrank, in dem die Schnapsflaschen standen, und holte eine Flasche sowie drei Schnapsgläser heraus. >> (S. 127)

Dieses schöne Weihnachtsbuch habe ich schon vor einigen Monaten in der Buchhandlung entdeckt und bin nun endlich dazu gekommen es zu lesen.
Der Roman handelt von der Hauptprotagonistin Tessa, die bei „film for the kids“ für die Überwachung der korrekten Synchronisierung von Kinderfilmen zuständig ist und eigentlich ein totaler Weihnachtsmensch ist. Die Handlung beginnt mit Tessas Erinnerung an die Weihnachtszeit in ihrer Kindheit – der köstliche Christstollen, den ihre Mutter immer gebacken hat und der Duft der braunen Plätzchen, die sie und ihre zwei Schwestern Jahr für Jahr mit ihrer Mutter gebacken haben. Mittlerweile ist Tessa die Lust auf Weihnachten jedoch gründlich vergangen, dank ihrem langjährigen Freund Ole, einem Weihnachtsmuffel durch und durch. Doch in diesem Jahr kommt alles anders als gedacht und so verbringt Tessa Weihnachten, genau wie früher, mit ihrer Familie in Kappeln.

Tessa war mir von Anfang an recht sympathisch und ich konnte mich gut in sie hineinversetzten, was nicht zuletzt an dem tollen Schreibstil von Anne Blum gelegen hat. Ganz oft tat mir Tessa jedoch richtig leid, denn zum Fest der Liebe, bekommt sie es wirklich knüppeldick. Frisch getrennt begegnet sie in ihrem Heimatdorf immer wieder alten Klassenkameraden oder Lehrern, die den Fingern direkt in die Wunde legen und fragen, ob sie glücklich verheiratet ist und ein paar hübsche Kinder hat. Und auch ihre kleine und „perfekte“ Schwester Maren spielt ihr teilweise ganz schön übel mit und hält sich mit dem Sprücheklopfen keineswegs zurück. Spätestens als an Heiligabend der Freund von Maren ihre Verlobung kundtut, hatte Tessa mein vollstes Mitgefühl. Bis dahin hat mir das Buch nicht so gut gefallen, muss ich sagen. Gerade in einem Weihnachtsbuch hätte ich mir ein bisschen mehr Feingefühl der anderen Charaktere gewünscht.
Allerdings kam es wenige Seiten später zu einer Wendung der Geschichte, eingeleitet durch das oben genannte Zitat, das mir ausgesprochen gut gefällt. Es steckt wirklich viel Wahres darin, es wird viel zu oft hinterrücks über eine Person geredet, anstatt ihr die Wahrheit ins Gesicht zu sagen.

Alles in allem war es eine recht authentische und familiäre Weihnachtsgeschichte, die keine heile Welt vermittelt. Ich hatte mir jedoch ein bisschen mehr Romanik und Liebe und weniger „Leid“ und Verletzung gewünscht. Tessa musste schon einiges ertragen an Weihnachten, ich hätte mir etwas mehr Trost und Mitgefühl ihrer Schwestern für sie gewünscht.

Kennt Ihr schon den Roman Petra Durst-Benning: Das Weihnachtsdorf ?

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