Renée Knight: Deadline

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Diesen einen Tag vor zwanzig Jahren wird Catherine nie vergessen. Was damals geschah, sollte für immer ein Geheimnis bleiben, bis zum Ende ihres Lebens. Doch dann hält sie plötzlich diesen Roman in den Händen, in dem ihre geheime Geschichte bis ins Detail erzählt wird. Bestürzt blättert sie eine Seite nach der anderen um. Wer kann so genau von den damaligen Ereignissen wissen, und was will der mysteriöse Verfasser des Buches von ihr? Als sie die letzte Seite aufschlägt, findet sie die grausame Antwort: Die Geschichte endet mit ihrem gewaltsamen Tod. Catherine gerät in Panik…Quelle: Klappentext

„Deadline“ erschien 2015 im Goldmann Verlag. Vielen Dank an den Goldmann Verlag und das Bloggerportal, die mir diesen Roman als Rezensionsexemplar zugesendet haben!

Schon auf den ersten paar Seiten verwirrte mich dieses Buch. Auf dem Cover der Taschenbuchausgabe prangt der Untertitel „Stell dir vor, der Thriller, den du liest, handelt von deinem Tod.“ sowohl durch diesen Satz als auch durch das markante Cover, habe ich mich in die Irre führen lassen und dachte, dass es sich bei dem Buch“Deadline“ um einen Thriller handelt. Schon nach einigen Seiten wurde mir bewusst, dass das nicht der Fall ist. „Deadline“ ist ganz eindeutig ein Roman. Als ich mir später noch mal den Klapptentext durchlas, stach mir dann folgender Satz ins Auge: „Doch dann hält sie plötzlich diesen Roman in den Händen, in dem ihre geheime Geschichte bis ins Detail erzählt wird.“ – da war sich die Autorin dann wohl selber nicht sicher, ob das Buch, in dem es in „Deadline“ geht, ein Roman oder Thriller ist. Kurz gesagt ist der Roman „Deadline“ also ein Buch, in dem es um ein Buch geht.
Gerade zu Beginn störte mich noch eine Sache an dem Roman, und zwar die zweite Perspektive. Die Handlung startet mit Kapitel 1, das im Frühjahr 2013 spielt und von Catherine, der Hauptprotagonistin handelt. Kapitel 2 trägt dann die Überschrift „Zwei Jahre zuvor“. Direkt nach einigen Sätzen merkt man, dass Kapitel 2 nicht von der Hauptprotagonistin, sondern jemand anderem handelt. Der Zusammenhang zwischen den beiden Protagonisten wird einem nach und nach klar, aber gerade zu Beginn nervte mich die Handlung rund um den anderen Protagonisten ziemlich. Für mich wurde die zweite Sichtweise erst gegen Mitte des Buches „nützlich“, im Großen und Ganzen hat sie mich aber eher gestört und verwirrt.
Bis zur Mitte des Romans wird der Inhalt des Buches, das Catherine liest, geheim gehalten. Das Geheimnis von Catherine wird dem Leser also erst mal vorenthalten, um Spannung aufzubauen. Das Geheimnis selbst gibt dem Roman dann eine ganz andere Note und führt ihn in eine Richtung, die man nie vermutet hätte. Das große Stichwort, das für mich den ganzen Roman gut beschreibt, ist: Verwirrung. Immer wieder wurde ich verwirrt und wieder und wieder in eine andere Richtung gelenkt. Ich mag sowas nicht. Ich habe es lieber etwas gradliniger und vorhersehbarer, bei dem der Leser eine wirkliche Chance zum mitraten hat. Deshalb hat mir der Roman leider nicht so gut gefallen.

Kennt Ihr schon den Roman „Verliebt in Mr. Daniels“?

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2 Gedanken zu “Renée Knight: Deadline

  1. Ich glaube, dann streich ich das Buch doch mal lieber von meiner Wunschliste. Das hört sich doch sehr verwirrend und langwierig an. Danke für die aufschlussreiche Rezension. 🙂

    LG Marlon

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  2. Nichts zu Danken, ich freue mich, dass ich Dir „helfen“ konnte. 😉
    Das Buch ist definitiv alles andere als ein 0815 Unterhaltungsroman und ich hatte mir leider etwas anderes darunter vorgestellt.

    LG Julia

    Gefällt 1 Person

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