Simon Beckett: Totenfang

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Die Gezeiten spülen einen Toten auf eine schlammige Sandbank in den Backwaters, einem abgelegenen Mündungsgebiet in Essex. Die Wasserleiche ist stark verwest, Hände und Füße fehlen. Das Gesicht ist nicht mehr zu erkennen. Trotzdem glaubt die Polizei zu wissen, um wen es sich handelt: Ein junger Mann aus dem Ort ist seit Wochen verschwunden, alles deutet auf Selbstmord hin. Doch dem forensischen Anthropologen Dr. David Hunter kommen Zweifel, als am nächsten Tag ein Fuß geborgen wird. Denn der gehört zu einer anderen Leiche, da ist er sicher. Kurz darauf treibt ein weiterer Toter im Wasser … Quelle: Klappentext

Der Thriller „Totenfang“ erschien im Oktober 2016 beim Rowohlt Verlag.


Endlich! Ein neuer Fall für David Hunter

Da ich die vier vorherigen Thriller um den Hauptprotagonisten David Hunter regelrecht verschlungen habe, war es für mich selbstverständlich, dass ich auch „Totenfang“ lesen werde. Nachdem Simon Beckett einige Jahre kein Buch der David Hunter-Reihe mehr veröffentlich hat, war ich um so gespannter auf diesen Thriller. Mit den vorherigen Thrillern der David Hunter-Reihe „Chemie des Todes“, „Kalte Asche“, „Leichenblässe“ und „Verwesung“ hat Beckett die Messlatte verdammt hochgelegt, dementsprechend hatte ich Angst, dass „Totenfang“ nicht mithalten kann. Die Angst war zum Glück völlig unbegründet.

Schon auf den ersten paar Seiten merkte ich, dass der Thriller wie ein freudiges und glückliches Wiedersehen war. Endlich wieder ein richtig, richtig guter Thriller, noch dazu mit dem so sympathischen Anthropologen David Hunter. Es war als wäre er nie weg gewesen. Der Thriller knüpft vom Niveau her direkt an die Vorgänger an, der Schreibstil, die Handlung, die verschienen Figuren, der Handlungsort sowie der Spannungsbogen, für mich hat einfach alles gestimmt.
Ich konnte mich direkt von Beginn an sehr gut in die Handlung hineinversetzen und mir die verschiedenen Handlungsorte bildlich vorstellen. Auch die einzelnen Charaktere, allen voran David Hunter, konnte ich mir gut vorstellen und musste bei manchen Szenen doch schon schmunzeln. Da ich von den Thrillern, die ich zuletzt gelesen habe, spannungsmäßig ziemlich enttäuscht war, war ich um so glücklicher, dass der Thriller an vielen Stellen richtig spannend und teilweise auch düster war. Gerade bei den letzten 50 – 100 Seiten konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Eins muss ich aber sagen, für Menschen, die sich schnell ekeln, wird dieser Thriller wahrscheinlich nicht die beste Lösung sein. Die Wasserleichen werden schon recht detailliert und authentisch beschrieben – auch hier brauchte ich nicht viel Fantasie, um mir die Szenen bildlich vorzustellen.

Ich bin restlos begeistert von dem neusten Thriller der David Hunter-Reihe und hoffe sehr, dass ich nicht wieder 6 Jahre auf einen Nachfolger warten muss.

 

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